Fotografieren ist meine Leidenschaft

Für mich gibt es zwei Arten: die eine ist das Betrachten, Festhalten und Archivieren eines Objekts auf einem Speichermedium. Die zweite Möglichkeit beinhaltet die Pirsch, das Suchen und Sichern einer guten Position, das Beobachten des Objekts in seiner jeweiligen Umgebung und zeitlichen Relation; dem achtsamen Blick offenbart sich unter Umständen immer wieder grosse Intimität. Diesen Blick erhält man nur mit offenen Augen und der damit verbundenen Seele; das kann auch die beste Kamera nicht. Zugegeben eine optimale Ausrüstung ermöglicht Vieles und macht Spass. Immer wieder frage ich mich, ob es mir zusteht solch intime Bilder zu beobachten und zu dokumentieren. Hier gibt es keine schnellen Antworten.

Im Jahre 2015 hatten meine Frau und ich die Gelegenheit in einer kleinen Gruppe Namibia unter kundiger Führung zu bereisen. Das war meine erste interkontinentale Reise und mir war klar, dass ich dieses Land nicht nur durch die Linse erleben wollte und dass ich zwischendurch mein ganzes Blickfeld und meine anderen Sinne freihalten wollte. Nach dem Diebstahl eines Teils meiner Ausrüstung kam mir diese “endogene” Fotografie sehr zu Hilfe.

Meine Kamera ist eine grosse Hilfe beim Bewältigen meines depressiven Alltags: auf der einen Seite tut mir das Hantieren mit meinen Fotosachen einfach gut, zweitens komme ich raus, drittens dient mir die SPIEGELreflexkamera  beim Abbilden von inneren und äusseren Stimmungen und viertens: ich habe unterschiedlichste Begegnungen mit meiner bewegten und beseelten Umwelt.